© defa-Stiftung, Grafiker: Kurt Geffers
Regie: Kurt Maetzig, Buch: Friedrich Wolf, Philipp Gecht nach Richard Sasuly
Grundlage des Films, der den Weg des IG-Farbenkonzerns von der Wahlunterstützung Hitlers bis in die Nachkriegszeit verfolgt, sind eine aufsehenerregende, 1947 erschienene Dokumentation von Richard Sasuly und die Akten des Nürnberger Kriegsverbrecherprozesses. Im Mittelpunkt der Handlung stehen der Vorstandsvorsitzende Mauch und der Chemiker Dr. Scholz. Sie sind mitverantwortlich für die Entwicklung des Konzerns, seine Rüstungsproduktion und Giftgasherstellung, ohne die weder Krieg noch Massenvernichtung in den Konzentrationslagern möglich gewesen wären. Geheimrat Mauch geht es um Expansion und Gewinn um jeden Preis. Dr. Scholz ist ein Mitläufer, der aus Angst um Stellung und Familie die Augen vor der Wahrheit verschließt. Erst 1948 ist Scholz nicht mehr still, als eine verheerende Explosionskatastrophe in Ludwigshafen beweist, dass der Konzern sich trotz Verbotes wieder mit Sprengstoffen befasst.
Filmtext: Friedrich Wolf: Filmerzählungen. Berlin: Aufbau-Verlag 1959 (Treatment). – Außerdem: Der Rat der Götter. Nacherzählt nach dem gleichnamigen DEFA-Film von Franz Fabian. Berlin: Deutscher Filmverlag 1950.
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946-1992)
Rahmenprogramm und Einführungsvortrag zu Hanns Eisler, Komponist der Filmmusik zu „Der Rat der Götter“, Filmvorführung.
In Kooperation mit dem Institut für Musikwissenschaft, der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft Berlin und dem Akademischen Arbeiterliederchor
Am 26. Januar 2026, Frankfurt am Main, pupille. kino in der uni, 20:15 Uhr.