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Editionsrichtlinien

Editionsrichtlinien

Die HEGA knüpft an die im Deutschen Verlag für Musik begonnene, von Manfred Grabs und Eberhardt Klemm verantwortlich betreute Ausgabe der Gesammelten Werke Hanns Eislers (EGW) an. Allerdings wurden sowohl die Band- und Seriengliederung als auch die Editionsprinzipien einer grundlegenden Revision unterzogen. Insgesamt orientiert sich die HEGA an den Standards der neueren historisch-kritischen Gesamtausgaben. Entsprechend stellt sie in Einleitung, ediertem Text und Kritischem Bericht die Wandlungen des Werkes als seine Geschichte dar und macht die verschiedenen Fassungen so als Dokumente unterschiedlicher ästhetischer und zeitgeschichtlicher Positionen zugänglich. Die Zielsetzung einer historisch-kritischen Ausgabe passt die HEGA den spezifischen (und partiell singulären) Bedingungen im Oeuvre Eislers an.

Seine Konzeption einer »angewandten Musik« ließ neben Werken im emphatischen Sinn des 19. Jahrhunderts zahlreiche Kompositionen funktionalen Charakters entstehen; Mehrfachverwendungen und Umarbeitungen von Vokal- und Instrumentalmusik sind selbstverständlich, sodass Vernetzungen zwischen den verschiedenen Serien, z.B. im Fall von Mehrfacheditionen, zu den Grundlagen der HEGA zählen.

Die Formulierung des allgemeinen Vorworts liegt in der Verantwortung der Editionsleitung. Die Einleitung des Bandherausgebers, die mit dem Datum ihrer Fertigstellung zu versehen ist, soll auf die Aspekte eingehen, die für die jeweilige Edition relevant sind (Werk- bzw. Textgenese, praktische und theoretische Rezeption, Spezialprobleme bei der Edition etc.).

Die bisher vorliegenden Bände der Eisler-Gesamtausgabe (EGW) werden diesen Editionsrichtlinien entsprechend neu ediert.

Download EDITIONSRICHTLINIEN 2016