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© DSW, Wohnhaus Helene Weigel/Bertolt Brecht im Svendborger Exil

Die IHEG lädt zum EislerTag und der Mitgliederversammlung am 23. März 2019 ins Potsdam Museum/Forum für Kunst und Geschichte ein. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Ernst Busch-Gesellschaft statt, die auch die Einladung des dänischen Schriftstellers und Film-Regisseurs Hans Christian Nørregaard aus Kopenhagen angeregt hat. Er wird über Bertolt Brechts Lyrikband „Svendborger Gedichte“ (1939) und deren abenteuerliche Editionsgeschichte referieren. Einige Gedichte fanden in der Vertonung von Hanns Eisler und in der Interpretation durch Ernst Busch weite Verbreitung. Nørregaard wird im Rahmen seines Vortrags Ausschnitte aus seinem 1998 als TV-Produktion entstandenen und in Deutschland bislang nicht gesendeten Dokumentarfilm „Unter dem Strohdach. Bertolt Brecht und Dänemark 1933–1939“ präsentieren. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zu einer Führung durch die neue Ausstellung des Museums „Umkämpfte Wege der Moderne. Geschichten aus Potsdam und Babelsberg 1914-1945“, die den EislerTag thematisch abrundet.

10.00 Uhr / Potsdam Museum

IHEG-Mitgliederversammlung (geschlossene Veranstaltung)

Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte, Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam

 

12.30 Uhr

Mittagessen

In einem nahegelegenen Restaurant

 

14.30 Uhr / Potsdam Museum

Vortrag mit Ausschnitten aus dem Film „Unter dem Strohdach“

Hans Christian Nørregaard aus Kopenhagen, Schriftsteller und Film-Regisseur, spricht über die Editionsgeschichte von Bertolt Brechts Lyrikband „Svendborger Gedichte“ (1939) und deren abenteuerliche Editionsgeschichte. Zudem werden Ausschnitte aus dem in Deutschland gänzlich unbekannten Dokumentarfilm von Hans Christian Nørregaard „Unter dem Strohdach. Bertolt Brecht und Dänemark 1933–1939“, einer TV Produktion für das Dänische Fernsehen aus dem Jahr 1998, gezeigt.

Ü Der Vortrag ist öffentlich. Der Eintritt ist frei.

 

16.30 Uhr / Potsdam Museum

Museumsbesuch mit Führung

„Umkämpfte Wege der Moderne. Geschichten aus Potsdam und Babelsberg 1914–1945“

Gruppenführung für Mitglieder der IHEG und Ernst Busch-Gesellschaft (EBG)

Gruppen-Eintritt pro Person 4,- EUR

Ü Anmeldung über IHEG-Geschäftsstelle oder bei der EBG: Tel.  0163 /776 36 55

 

18.30 Uhr

Gemeinsames Abendessen

Restaurant „Genusswerkstatt“ im Filmmuseum Potsdam, Breite Straße 1A, 14467 Potsdam

Ü Anmeldung über IHEG-Geschäftsstelle oder bei der EBG: Tel.  0163 /776 36 55

 

Hotel-Empfehlungen

Ü Zimmer-Reservierung über IHEG-Geschäftsstelle möglich

B&B Hotel Potsdam

(direkt am Hauptbahnhof Potsdam / 10 Min. zu Fuß zum Alten Markt)

Babelsberger Straße 24, 14473 Potsdam

Tel.: 0331 / 62644 - 0, Fax: 0331 / 62644 - 444

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.hotelbb.de

 

Einzelzimmer inkl. Frühstück:    66,50 EUR

Doppelzimmer inkl. Frühstück: 85,00 EUR

 

 

Adressen

Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte

Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam

Bahn: S-Bahn (S 7) / RE bis Potsdam Hauptbahnhof

Von dort ca. 8 Minuten zu Fuß über die „Lange Brücke“

www.potsdam-museum.de

 

Restaurant „Genusswerkstatt“ im Filmmuseum Potsdam

Breite Straße 1A, 14467 Potsdam

www.genusswerkstatt-potsdam.com

 

Anmeldung / Reservierungen

Internationale Hanns Eisler Gesellschaft e. V.

Petra Hildebrand-Wanner

Tel.  (+49) 030 / 61 28 84 61, Fax: (+49) 030 / 61 28 04 63

E-Mail: IHEG[at]hanns-eisler.de

www.hanns-eisler.de

Ernst Busch-Gesellschaft e. V.

Dr. Carola Schramm:

E-Mail: dr.carolaschramm[at]gmx.net

www.ernst-busch.org

 

Veranstalter

EislerTag der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft

in Kooperation mit der Ernst Busch-Gesellschaft

Konzeption: Dr. Peter Schweinhardt und Dr. Carola Schramm

News

Ernste Gesänge - Klavierauszug von Tobias Faßhauer

Im Verlag Breitkopf & Härtel sind aktuell Hanns Eislers "Ernste Gesänge" in einer Klavierfassung von Tobias Faßhauer erschienen. Der Auszug ist nicht nur für den/die Sänger*in zum Einstudieren gedacht, sondern wurde ebenfalls für den öffentlichen Vortrag konzipiert.
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In Erinnerung an Wolfgang Hufschmidt

Ein Stück weißen Brotes…“ Zum Tode des Komponisten Wolfgang Hufschmidt Im Alter von 84 Jahren verstarb am 18. Juli in seiner Heimatstadt der Essener Komponist Wolfgang Hufschmidt. Als Rektor der Essener Folkwang-Hochschule und langjähriger Präsident der Internationalen Hanns-Eisler-Gesellschaft erwarb er sich bleibende Verdienste um die Entwicklung einer modernen Musikkultur, die gleichermaßen von sozialistischem Engagement wie von einer linken Befreiungstheologie im Sinne Dietrich Bonhoeffers, Martin Luther Kings und Camilo Torres‘ geprägt war. Als Pädagoge und Musikwissenschaftler setzte er sich maßgebend für Hanns Eisler ein, er war einer der Initiatoren und Förderer der neuen Hanns-Eisler-Gesamtausgabe (HEGA), die seit Mitte der 90er Jahre bei Breitkopf&Härtel Wiesbaden erscheint. [...]
Wolfgang Hufschmidt, ein Meister aus Essen, ist 1934 geboren. Als er das zehnte Jahr erreicht, hatte er fünf Friedensjahre und fünf Kriegsjahre erlebt. Er wuchs auf in der Stadt, die einst für Wilhelm II. und Hitler die Kanonen geschmiedet hatte und die nun zerstört am Boden lag. Der Sturm vom Paradiese her, von dem Walter Benjamin spricht, hatte sie vernichtet. Er begann mit religiöser Choralmusik und orientierte sich an der Madrigalkunst von Heinrich Schütz, aber mied die neoklassische Imitation und schrieb keine Glaubens-Operette. Hufschmidts Gott war der Gott der Armen. Sein Ziel, eine Utopie im Sinne Blochs, war die Schaffung eines musikalischen Kosmos. „Die Musik reagiert zumindest auf gesellschaftliche Verhältnisse und geht eigentlich davon aus, daß sich die Welt verändern müßte. So werden die Stoffe gewählt, und so ist meiner Ansicht nach auch der Impetus der Musik”, bekannte er 1995 in einem Gespräch. In der „Weißbrot-Kantate“ von Hanns Eisler geht die Rede von dem Armen-Priester San Berardo, dessen Paradieseswunsch ein „großes Stück weißen Brotes“ ist. Dem widmete auch Wolfgang Hufschmidt sein Künstlerleben. Möge sein Werk unvergessen bleiben, erneut entdeckt und zum Erklingen gebracht werden. (Auszug aus dem Nachruf für unseren langjährigen, sehr verdienten IHEG-Präsidenten Prof. Wolfgang Hufschmidt, verfasst von Dr. Gerhard Müller, Berlin)

Persönliche Erinnerung von seinem ehemaligen Studenten, Prof. Matthias Schlothfeld

Nachruf von Prof. Dr. Andreas Jacob, Rektor der Folkwang Universität der Künste